Verlorene Liebe (2009) (Archiv)

Ist Liebe ein Rezept?Ich frage mich, kann man die Liebe einen kaum auszusprechenden Eisberg von Schmerz und Schatten, der einen beherrscht, entgegen stellen. Sind es zwei Pole, dessen Einklang das Chaos in Schach halten kann?

Kann die Liebe wirklich so schön sein, die dem Leben einen solchen Wert verleiht? Und wenn sie fort ist und nie wieder kommt? Was ist dann der Wert?
Dass das Leid allgegenwärtig ist, kann keiner leugnen, denn egal wie groß die Scheuklappen sind, die man zu tragen glaubt, so blind kann man nicht sein. Ist die Liebe und dessen Macht bloß ein Konstrukt des naiven, unmündigen Geistes?
Surreal die Liebe… und dann noch so heimtückisch und listig, dass nur die Schlange im biblischen Schöpfungsbericht ein ebenbürtiges Synonym sein kann. Denn ausschließlich der Hormonhaushalt gaukelt uns das Wohlsein der Liebe vor, das wir in alle Ewigkeit glücklich sein können.

Ich möchte mich nicht mehr verlieben – nicht mehr kopflos sein. Ich möchte nicht vertrauen auf Worte, die man mir entgegenbringt. Denn ich weiss, wie schön es ist daran zu glauben um dann aufwachen zu müssen und doch spukt es in meinem Kopf.
Ich erinnere mich an Momente, die in Zeitlupe ablaufen. Momente, in denen das Blut gerinnt und merklich zähflüssig durch meinen Körper gepumpt wird und so ein sich schön schummrig fühlen ausgelöst wird während in einem Kopf eine Vorstellung stattfindet, ein Feuerwerk. Ein Feuerwerk, das dem ganzen Chaos im Leben einen Sinn ergibt.
Das sind Momente, in denen ich mir sicher bin – Liebe ist undefinierbar aber mächtig. Momente, in denen befremdliche Blicke Einen nichts mehr anhaben können, in denen jeder Selbstzweifel verpufft. Momente, die eine Vollkommenheit verbreiten – eine Sicherheit liefern, man wird gehalten, gestützt. Momente, die das Leben in Farben hüllen und die Hoffnung nähren.

Momente, die vergangen sind.
Kein Happy End. Der feste Glaube daran, dass all die Tiefpunkte eine Art Prüfung sind, wofür man irgendwann belohnt wird – ist bloss ein verzweifelter Versuch die Hoffnung nicht zu verlieren und eine Begründung zu haben, das man ziellos umherwandelt. Denn der größte Tiefpunkt ist das geschundene Herz.
Ich habe die Liebe verloren -ich habe das verloren, das mein Leben erträglich machte.

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