My Supergirl.

Nur ein Traum, der sich im Herze nährt.

Ein Novembermorgen. Die leichten Klänge des Windes umringen die Haut mit einem warmen Schleier.

Es war drückend schwül und man konnte den vergangenen Regen noch mit allen Sinnen wahrnehmen. Der Wind formt einen unsichtbaren Käfig um uns beide.

Da stehst du nun vor mir, in einem mit Motiven bestückten schwarzen bis zum Hals ragenden T Shirt und schaust mir tief in meine Augen. Regungslos standen wir über Minuten voreinander, unsere Blicke vereinten sich. Der Wind zog weiter seine Runden und formte regelrechte Melodien, als er durch die Blätter der Kronen strich. Schwarze Silhouetten, der sich bewegenden Äste erschienen im Lichtkegel, der sich über uns befindenden Laterne. Beide beobachteten wir die tanzenden Schatten an unseren Füßen.

Der Duft deiner Haare breitete sich langsam in meiner Nase aus und durchströmte meine Atemwege mit einem Hauch von Zitrone. In diesem Augenblick konnte ich dich einatmen. Dich in meiner Lunge tragen. Dein seidenglänzendes goldenes Haar fällt märchenhaft in dein zartes Gesicht. Deine schwingende Frisur betont die weichen Gesichtszüge und die stechend strahlenden Augen.

Deine wohlgeformten Beine, mit denen du vor mir stehst sind sehr beeindruckend. Sie machen deinen harmonischen Bewegungen des stolzen Ganges einfach perfekt. Mein Blick tastet deine sanft eleganten Umrisse nach, die in dem Lichtkegel gut zu sehen sind. Deine Silhouette fesselt mein Blick, sodass ich zu starren beginne. Meine Hand ist unangenehm unruhig und mein Herz beginnt zu zittern. Doch ich bin Gefangener deines Blickes.

Deine Art mich anzuschauen ist herrlich, so als könntest mich durchbohren und zugleich fordernd erwartend. Meine Seele – ein offenes Buch für dich. Eine unsichtbare Kraft hielt mein Gesicht ganz fest und hinderte mich am Ausweichen.

Beschwerlich bewegten wir uns langsamen Schrittes aufeinander zu. Uns beiden war klar, es sollte nicht sein. Doch dieser eine lang anhaltende Moment war wahr. Etwas zögerlich greifst du meine Hand und ziehst mich vorsichtig zu dir. Deine Hand fühlt sich so zierlich an und drückt eine gewisse Wärme aus. So als wäre deine Hand nur für mich geschaffen.

Deine Wangen wirken edel und perfektionieren den engelsgleichen Anblick. Du lächelst mich mit deinen perfekt gerundeten Lippen an – wortlos – und deine Augen strahlen mich mit der vollendeten Tiefe an. Deine Lippen schieben sich den Meinen entgegen, sie sind atemberaubend, wunderschön in einem anmutigen Rosa getränkt. Sie flüstern zart, kaum hörlich: ,es gibt nur den einen Moment’‘. Ich unterbrach deine reife Stimme und damit auch meine Schüchternheit – die Vergänglichkeit des Augenblicks ignorierend – indem ich dich leicht küsste.

Du schmeckst fruchtig süß. Ein geschmeidiger Augenblick, wie Samt auf der Haut, der mich überwältigte. Prompt stieg wieder eine Verlegenheit in mir hoch. So bunt sind deine Lippen.

Ein einziger Kuss der für immer bleibt. Ein Kuss, der alles überschattete.

Ein Kuss, der dich unsterblich macht.

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