Melancholie.

Ich bin betrübt, weil ich aufgebe zu träumen. Vor nicht all zu langer Zeit, konnte ich in meinen Träumen ganze Leben erschaffen, gar lebendig sein.

Ich erschuf mir meine Welt und nun ist sie fort. Von jetzt auf gleich, von hier weg. Von mir weg. Für immer? Wo muss ich nur suchen? Kann ich sie wieder finden? Irgendwas ist verändert. Aber was zum Teufel? Ich hol sie zurück, nur wo fang ich an? Meine Seele ist verloren. 

Die Wahrheit zu schwer zu ertragen. Einfach zu schwer. Darum lüge ich und sage es geht mir gut. Ich bin verloren im Kleineren des Übels. Allerdings ertrage ich es nur schwer.

Prost. Mein Bester.

Nur benommen ist es zu ertragen, wie mein Herz schmerzt. Ich spüre dich in mir, nur lindert das mein Leiden nicht. Eine Leere umringt mich, nimmt mich gefangen. Das ist Nichts.
Das Nichts. Das größte Verderben des Menschens. Nichts. Nichts hier, nichts da. Einfach nur nichts. Wie kann das Nichts so groß sein, wenn es nichts ist.

Es ist Nichts, sagt das Nichts, als nichts mehr nicht ist. Nichts als es nicht nichts ist. Nicht wahr, Nichts? Nicht du bist das Nichts, als das Nichts nicht mehr nichts ist. Sondern das Nichts ist das Nichts, welches nicht mehr nicht nichts ist. Nicht nichts bist du, sondern du bist das Nichts.

Möge man den Beweis schaffen, dass Nichts nicht nichts ist, so brauche man nur unser beider du und ich betrachten, was hier gar vortrefflich funktioniert.
Zwischen dir und mir ist nichts, die Liebe ist nichts. Man möchte sagen, es gäbe sie gar nicht.
Doch dieses Nichts, ehemals weil mehr, schmerzt außerordentlich, da es einmal war. Nichts sollte jedoch, meinte man, nicht zu schmerzen vermögen, da Nichts so gar nichts vermag, da es nicht ist. Schlussfolgernd daraus dürfe man nicht annehmen Nichts sei tatsächlich nichts, da es ja offensichtlich vermag. Vermögendes muss jedoch muss immer sein und etwas das ist, kann nicht nichts sein, da dass Nichts also erwiesenermaßen nicht nichts zu sein vermag, ist der Begriff des Nichts nichtig, um den Bogen der Argumentation wieder auf die Beziehung zwischen dem dir und des mir zu leiten:

Nichts schmerzt so sehr, da es immer noch ist und nicht nichts sein wird, obwohl es scheinbar nichts ist.

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