#49 Aufgeben.

Heute ist ein Tag des Zweifels.

Ich hieve mich aus dem energiegeladenen Alltag und gebe auf. Keine Nacht ist wie die andere und man weiß nie was geschieht. Diese Nacht war so Chaos in meinem Kopf, dass ich nicht mal in der Lage war einen Stift zu halten. Ich fühle mich kraftlos und dennoch unruhig – fast schon wild.

Statt zu schreiben benutze ich mein Diktiergerät, weil mir die Kraft fehlt. Aber die ganzen Gedanken, Tausende von Worten zu stemmen, um damit ein Bild zu schaffen oder eine tröstliche Melodie zu formen – es gelingt mir nicht.

Ich warte auf den Morgengrauen oder die endlose Dunkelheit. Ich bin bereit gehen zu lassen, was schon lange gehen wollte – Aber nichts geschieht.

Ich habe das Träumen verloren, aber nun ist es die Realität, die ich glaubte längst überwunden zu haben, die mich einholt. Und der einst mutige Blick strahlt Kraftlosigkeit aus. Ich merke, wie ich mich in Gefühlen Gedanken, Zweifel und Ängsten verliere. Und ich schweige. Obwohl ich merke, dass ich Hilfe brauche. Dass ich kaputt gehe und abdrifte. Ich fühle mich wie ein Pulverfass, die Aggression und Wut auf mich selbst und ich sehe, dass ich falle und kann es nicht aufhalten. Der Blick ist nicht nur müde geworden sondern verzweifelt. Und mit stummen Schreien bettel ich um Hilfe. Und kein Ton folgt.

Und ich trage meine Füße bitterlich weiter, wobei die Schritte langsamer und schwerfälliger werden. Und ich zerbreche innerlich und fühle mich wie ein Süchtiger – von verschluckten Tränen, erfrorenen Gefühlen und verdrängten Gelüsten.

Und warte bis der freie Fall endet.

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