# 50 Macht der Worte.

Die Macht der Worte. Eine empathielose Welt.

Gerade die Menschen, die dir am Nähsten sind – verletzen dich so unaufhörlich mit nur einem Satz. Demütigen und degradieren dich. Machen aus dir ein Monster, dass du nie sein wolltest. Und während du innerlich rastlos bist spürst du die Verzweiflung und diese unbändige Traurigkeit, die sich in dir ausbreitet. Die du nicht aushälst. Du spürst wie du auch keine äußere Zuflucht hast – wie alle Pfeiler wegbrechen. Und vielleicht bist du ja dieses Monster. Unbewusst.

Und du fühlst dich einsam, verloren und verlassen. Und du windest dich unter den ganzen Verletzungen, den ganzen Pfeilspitzen. Pfeil- und Speerspitzen. Die augenscheinlich an dir abprallen, weil du nichts anderes zeigst. Weil du sie erträgst und mit einem Lächeln übertünchst. Und du stolz deine intakte Haut zeigst oder minimale Kratzer. Aber das was im Inneren, in deiner Seele verletzt wurde, in Fetzen gerissen wurde. Die klaffende Wunde zeigst du nicht. Du gehst weiter und tust als sei nichts gewesen. Und diese Wunde nie ausgeheilt zu haben, erschwert dir jede Bewegung, jeden kleinsten Schritt. Und sie reißt unaufhörlich weiter und du verlierst Unmengen an Blut.

Und die Schmerzen, die du bei jeder Bewegung, jedem Atemzug spürst erträgst du munter weiter, weil du es nicht anders kennst. Und du wirst müde, ohne einschlafen zu können aber auch ohne dass deine Seele jemals wach ist. Während der Körper und der Geist funktionieren. Und hast keinen Appetit mehr, denn dir ist Übel von dieser Welt und von diesem Schmerz. Und dich meidet der Mut, all das zu beenden. Und dieser Schwindel begleitet dich täglich von der ganzen emotionalen Achterbahnfahrt, wobei die Täler im Verhältnis bedeutend länger andauern. Und du spürst den Schweiß auf deiner Stirn, weil dich dieser ganze Kampf mehr Kraft kostet, als du hast. Die fürchterliche Traurigkeit ist ständiger Begleiter. Und du schweigst.

Und du erträgst sie, weil du weißt, du hast keine Wahl. Du hast zu viel um zu sterben und zu wenig um zu leben. Du bekommst noch genug Portionen Luft, sodass du nicht erstickst – aber wenn du läufst fehlt dir der Atem. Und du akzeptierst die Erkenntnis, dass du immer mehr leisten und tun musst – um dir Anerkennung und auch Zärtlichkeit zu verdienen. Und genau dann wenn du denkst du hast dein Ziel und dein Glück in Reichweite.. siehst du wie es an dir vorbei zieht, ins Auto steigt und in eine andere Richtung fährt. Und dann rennst du los…. dem Fahrzeug hinterher mit dem Wissen du kannst es nicht einfangen.. verfolgst dennoch die Route mit blutigen Füßen. Getrieben von der Hoffnung, den richtigen Weg einzuschlagen oder du vor Erschöpfung zusammenbricht. Und die unbedachten Worte oder Demütigungen von außen lassen dich stolpern und bringen dich zu Fall.

Aber ein Löwe kriecht nicht, sondern steht auf und stürmt weiter bis seine Augen voller Kratzer das Licht verlieren.

2 Gedanken zu “# 50 Macht der Worte.

  1. wenn du kannst – schenke Du anderen Worte der Anerkennung, der Liebe und des Lebens. Du wirst sehen, sie kommen nicht leer zurück, denn diese Worte haben eine noch viel grössere Macht, als jene der Zerstörung.
    von Herzen
    Brig

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