Bemerkenswert

Intro

Ich liebe die Liebe selbst.

Die Liebe, bei der man sich frei fühlt.

Die Liebe, die in meinen Augen alle Tiefen sieht.

Die Liebe, der ich den nüchternden wahren Blick erlaubte und die dem Blick Stand hielt.

Ich lege Masken auf, damit ich Schwächen nicht zugeben muss. Eine dieser Schwächen, ist wie ich nun festgestellt habe – die Liebe. Eine echte reine und sensible Liebe.

Ich habe begonnen Zeilen zu schreiben. Unzählige.

Dieser Liebe Worte gewidmet, die aus meiner Feder stammen.

#84 Des Zuges gefährliche Hoffnung.

Der sehnsuchtsvolle Blick der Hoffnung…. ist Wurzel jegwener Enttäuschung und ermüdende Traurigkeit.

Denn dort, wo du bist, ist mein Zuhause.

Und nun ist es still geworden, heimatlos… haltlos.

Jeder versucht nach den Sternen zu greifen, gerade wünschte ich, ich könnte sie nochmal sehen.

Vor einigen Wochen noch, war ich überzeugt davon, dass der Himmel mich nicht vergessen hat.

Heute denke ich, ich sollte das Universum anschreien.

Denn mir fehlt der Sinn des debilen Humors, in dem viel Raum für Interpretation bleibt.

Es bleiben stumme Schreie der Lethargie.

Ich will dich anschreien.

,Komm, verschwende meine Liebe! Lass uns verrückt sein ohne zurück!‘.

Aber mir fehlt die Kraft zum Sprechen.

– das stete Klingeln in Ohr und Kopf hämmert auf mich ein. Mein Herz prügelt mein Hirn.

Und mir fehlt die Energie an der Hoffnung festzuhalten. kraftlos. Hoffnungslos.

Verliert man die Hoffnung, verliert man den Sinn.

J’ai tout perdu aujourd’hui

Irgendwann muss man verstehen, dass Alles was man glückliches Leben nennt

auch ein überfüllter Zug sein kann, den Einige vorbeiziehen lassen müssen…

um in immer quälender Sehnsucht zu leben… gefangen im Rinnsal der Zeit.

Gibt es Jemand, der diese Sehnsucht teilt ?

#83 Ohne Worte.

Es gibt kein Gedanke, der mir ferner lag und mich gleichzeitig so sehr ängstigt.

Der Gedanke des Schweigens.

Wie soll ich Verantwortung tragen wenn ich nicht mal auf mein eigenes Herz Acht geben kann.

Ich wirke nach außen völlig intakt während all meine Pfeiler zusammenbrechen. Aber man erwartet von mir diese Angst – diesen inneren Kampf – die Implosion nicht.

und dennoch schweige ich – als Lückenfüller – mit betretendem Lächeln.

Nie war ich so sprachlos – nur ohne Worte.

#82 Des Verlangens Wahnsinn.

Nach einigen Tagen der absoluten Erholung in Deiner Nähe – dem Urlaub der Seele – hatte ich gehofft, dass dieser aufgebaute Halt nachhaltig meine Seele besänftigt.
Und mich ergriff so ein dämliches Dauerlächeln, als ins Auto stieg. Ein Lächeln, das durch all die schönen Eindrücke aber auch mit einer beschleichenden Traurigkeit gepaart ist.

Mir fehlt schon jetzt der Anblick wie du lässig am Tisch sitzt und wie dein fesselnder Blick mich schon von Weitem anstrahlt mit einer ungeheuren Selbstsicherheit, die trotz – der seit einiger Zeit wohltuenden Vertrautheit, die uns umgibt – einschüchternd wirkt.
Mein Herz pulsiert unverkennbar wild und ließ eine Art Unruhe aus purer Begierde in mir hoch steigen.
Das Muster deiner Kleidung umhüllte dich in eine Art Glanz trotz der frühen morgendlichen Dämmerung.

Der Moment der morgendlichen Umarmung fühlt sich erlösend an und ich versuche den Moment irgendwie einzuatmen, um ihn unvergänglich zu machen.

Deine Nähe, der Duft der unersättlichen Liebe und einfach dein Blick haben mir sehr gefehlt.

Das silberne Funkeln deines beeindruckenden unverkennbaren Blickes blitzen kurz auf.

Die magische Bindung liegt unausgesprochen in der Luft und ist bei jedem Einatmen in der Lunge spürbar. Ich genieße es ein paar Zentimeter neben dir zu sitzen und dein Seitenprofil akribisch genau mustern zu können.

ich fange es stumm ein.

Die weich glänzende Haut, die ich einst berührte, wirkt in ihrer reinen Art besonders edel. Die elegant geschwungenen und rötlich getränkten Lippen, mit denen du das Rand deiner Tasse leicht umschlingst, scheinen nahezu perfekt mit deinen leicht blassen Wangenerhebungen zu harmonieren.
Lässig ist dein rehbraunes Haar zu einem Zopf gebunden – deine lockeren Strähnen umwickeln sich zu einer faszinierenden Symbiose aus Lässigkeit und Anmut. Deine wohlgeformten Ohren mit ihren kleinen Furchen erlauben mir einen sehnsuchtsvollen Blick in einer mir fremden wohltuenden Welt.

Und immer wieder erlange ich einen verbotenen Blick deiner unglaublichen Schönheit.
Meine verborgenen Gedanken füllen sich mit türkisem Meeresrauschen und erhellen mit einem fast zärtlichem Klang des Friedens meine Seele…. meine Träumereien durchnässt mit Hoffnung, mit Sehnsucht und Verlangen. Ein Verlangen nach dem Zauber unserer Herzen.

Ich habe verlernt diese Moment einzufangen, weil ich von der Intensität der Emotionen gefesselt bin. Und ich schiesse fast flüchtig meine kleinen Polaroids. Damit ich mich später daran erinnern kann, jemals so empfunden zu haben.

Und irgendwann folgt der Moment, in dem ich in mein eigenes Gefängnis zurückkehre,

indem ich mich unheimlich klein fühle.
In dem ich und mein Herz an Ketten gelegt sind und mein prächtiges Gebrüll verstummt.

So als hätte ich Etwas verloren, was ich nie besessen habe.

Mit einem Lachen oder eher gequältes Lächeln, will ich nicht zeigen, dass es mich tief bewegt weg zu fahren…

… und ich mit dir meine Seele zurücklasse.

#81 Das Laben.

Für die Menschen, die es darauf anlegen dir Kerben zuzufügen ist es irrelevant, ob dies wichtig oder unwichtig ist.

Sie laben sich an deiner Verletztheit und müssen letztlich in Angriff gehen. Sie benötigen den Angriff, weil sie befürchten du stiehlst Ihnen das Licht. Wenn Sie dich mit Kompetenz nicht schlagen können versuchen Sie dein Herz zu erwischen.
Und dann schlagen Sie immer in die gleiche Kerbe. Denn Sie wollen eine deiner Emotionen treffen, um von ihren eigenen Schwächen ihrer Emotionen abzulenken.

Manchmal braucht man nur existieren und das reicht aus, um Sie an Ihr eigenes Unvermögen zu erinnern.
Mit diesen unsichtbaren Schlägen, die die Kerbe vergrössert, holen Sie sich ihre kleinen Siege um nicht zu vergessen wie wichtig Sie sind.

Wie armselig ist es, sich am Leid der Anderen zu laben, um sich selbst besser zu fühlen?!

Ich empfinde Mitleid für dich.

Es gibt kein zufriedeneres Gefühl, in den Zeiten besonnen zu bleiben, während alle erwarten dass man die Beherrschung verliert.

Denn meine Kerbe ist gross genug, aber sie wird sich mit der Zeit auffüllen lassen während deine Kerbe sich mit dem Voranschreiten der Zeit stetig wächst – weil dir eines Tages das Publikum abhanden kommt.

#80 Trostlose Tage – Brennende Brücken.

Es gibt Tage, da ist man zu müde zu leben.

Zu blind, um zu sehen.

Und zu schwach, um zu gehen.

Diese Tage, da wünscht man sich nicht aufzuwachen damit man den beklemmenden Kopfschmerz nicht ertragen muss – Dieses aufgesetzte Lächeln nicht zeigen muss, um heimlich zu weinen. Denn einen Blick in meine Seele muss man sich verdienen.

Die Wahrheit ist doch jeder hat graue trostlose Tage, in denen der Sonnenschein fehlt.

Jeder einzelne Tag stresst mich zur Zeit, es lässt mir keine Ruhe denn die Angriffe kommen in Strömen der Emotionen…und meine Seele so schwer wie Granit…

Und ich höre die Stimmen der Freiheit, des Friedens und der Sehnsucht…

Ich habe in meinen Kopf noch ein wenig Platz zum Träumen…weil ich nicht mehr denken will.

Die Träume, in denen ich lebe, sind die Besten die je hatte…. Und so kann ich die bittere Realität verschlafen…Nun brauche ich Träume für ein ganzes Jahr… auch wenn meine Schatten davor keinen Halt machen..

Und ich warte auf die Flügel der Zeit, die mich abheben lassen…und ich die königliche Macht spüre.

Je weniger ich nachdenke, verstehe ich mehr von dem Wenigen. Denn ich habe so viele Gedanken, die keinen Platz in meinem Kopf haben.

Ich tue jetzt all das, was mir vor Jahren noch niemand zugetraut hatte. Mit dem Ziel Dir irgendwann unbeschwert sagen zu können, ich freue mich über meine Zeit, die mir allein gehört.

Denn es wird die Zeit in meinem Leben geben, in der ich entscheiden muss – ob ich lieber in Angst oder in Frieden mit mir selbst leben will.

Egal wie verrückt und unstrukturiert du auf andere wirkst. Letzlich ist doch nur interessant sich zu fragen, ist dieses Gefühl meins oder nur eins, das aus Sorge entstand, was Menschen erwarten könnten.

Und ich möchte nicht schweigen, sondern mit Parolen eskalieren. Und meinem Geist eine Stimme geben

und die Brücken der Angst, der Selbstzweifel und der Müdigkeit vom Leben, die mich mit der Welt verbindet niederbrennen.

Denn erst dann ist der Wahnsinn mit dem Sinn verbunden.

#79 verlorener Geist.

Es ist nicht leicht zu erkennen, wer man ist…vorallem wenn man es unwiderruflich vergessen hat. Denn Etwas vergessen lernen ist mindestens genauso wichtig wie sich Etwas zu merken.

Doch die Möglichkeit ist da….

Und es kommt die Zeit, an der man vergisst, was man gesehen hat… und öffnet den Blick für Neues. Und neben dir, mein hochgeliebter Geist, stehe ich neben mir.

Denn alles was das Herz braucht, um im Einklang mit sich selbst zu sein, ist der Glaube an sich und der warme Blick auf Einen selbst, als hätte ich mich mein Leben lang geliebt.

Und manchmal leidet eben das Herz, der Geist und die restliche Materie des Körpers, weil man einfach nicht wusste, wann man aufhören muss sich zu erinnern und gut zu sein.

Denn der Geist muss erst lernen loszulassen, damit die Seele wieder atmen kann. Sonst lebt man nur in Erinnerungen und missachtet die kommenden Guten…

…vergisst den Blick in die richtige Richtung und erkennt nicht mehr, dass es etwas Schönes gibt.

Und man ist gefangen in der Niederlage seines verlorenen Geistes…und eilt ziellos durch die einsamen Straßen der geschundenen Seele…in einer ungesehenen Hülle… im Krieg mit sich selbst.

#78 Vielleicht.

Ich bin immer wieder kurz davor… und dann wieder dran vorbei.

Vielleicht hat man aber nur einen Versuch.

Und dennoch hören wir auf, für Sachen zu Kämpfen. Und der Traum von mehr wird immer existenzieller.

Und die Kerben im Herz immer größer.

Das Lachen verlernt.

Vielleicht sollte ich mehr in der Realität sein, als in einem Traum zu leben. Vielleicht sollte ich mehr bei mir sein, als immer fort von meinem Herz.

Vielleicht muss ich mir die Liebe besser einteilen, damit ich über die Runden komme -es für ein ganzes Leben reicht.

Und mit jeder Abstinenz verschließt sich das Herz ein Stück mehr. Und die Augen sehen betrübt klarer.

Auch wenn der Weg, den die Seele barfuß wandert, da ist – wird er immer holpriger. Und jeden Tag verlierst du ein Stück von dir selbst.

Denn auch die Liebe kann mich nicht retten, ganz egal wie sehr man kämpft. Die letzte Glut, die in meinem Herz lodert, ist ausgetreten.

Denn es zerreisst mich in tausend Teile und der Wind des Kampfes streut sie hinfort, wo ich sie nicht find. Auch wenn dein Äußeres hart zu brechen ist, verlierst du innerlich an Sinn.

Obwohl dein Blick mich inspiriert, wenige Male zu strahlen, habe ich vergessen wie es ist, in meinem Leben zu sein. Und alle Worte, die ich vor Kurzem noch bereitwillig sagte, bleiben mir nun im Halse stecken… und der Klang bleibt mit blutiger Nase zurück.

Und ich hatte gehofft auf eine Wende…doch ich spüre das nackte Leben. Wie es die kräftige Hand auf meinem Brustkorb legt…. und ich spüre alles eindringlicher obwohl ich glaubte Einiges hinter mir gelassen zu haben. Ich ringe nach Luft….

… und ich werde dem Leben nie verzeihen.

Denn die Schatten tauchen immer dann wieder auf, wenn ich fast schon vergessen habe, dass sie da sind.

Und ich weiß, nur mit dir werde ich den Blick auf die Schwere des Lebens los, den die Jahre geschärft haben. Aber niemand hatte mich vorgewarnt, wie sehr man Etwas vermissen kann – wenn man mal in den Genuss kam…

und manchmal wünsche ich den Absturz herbei,

um nicht mehr an dem Glauben zu hängen. Um nicht in der Angst der Vergangenheit zurück zu bleiben, während das Herz innerlich schreit.

Vielleicht sind wir uns zur falschen Zeit begegnet, nur um dadurch Etwas verstanden zu haben.
Aber Zeit ist nicht verhandelbar – irgendwann ist einfach zu spät.

Denn das Leben ist längst an mir vorbei gezogen…

#77 Des Blickes Angst.

Die Angst… steter Begleiter.

Ich hatte eine angstvolle Kindheit… eine angstvolle Jugend… und nun beherrsche ich die Angst bin aber realistischer und unsicherer Erwachsener. Ein Leben in fast andauernder Bedrohung und fühle keine Heimat. Entspannen können ist selten.

Die kontrollierten Emotionen ließ ich in den letzten Tagen zurück, das innere Zerbrechen kehrte heim. Heim ins Herz.

Es hat sich verändert mit den Jahren, genauer in den letzten Wochen. Die Emotionen sind nicht mehr dieselben.

Ich habe sie fast abgelegt die Angst, nicht gut genug zu sein. Das Gefühl zumindest einen Sinn im Leben zu haben, das Leben als Zweck. Eine bestimmte mir auferlegte Aufgabe zu erfüllen. Es wurde sogar übermächtig und verselbstständigte sich, als ich unaufmerksam wurde. Jetzt schlägt die Angst zurück in einem heimlichen Gewand vorm Verlassenwerden und zog wieder ab, als mich der Glaube daran verließ, dass ich eine Aufgabe zu bewältigen habe im Leben.

Aktuell wächst sie und breitet sich auf einem unbekannten Terrain aus. Denn ich öffne mich und habe einen routinierten Schutzmantel abgelegt. Ich wandere durch unbekannte Gefilde mit Blick durchs Elefantengras und wage mich vor. Während mein Herz weglaufen möchte vor den Speerspitzen von Worten…

Ich möchte, dass es vorbei ist. Die verlorene Zeit des Stillstands. Ich habe vergessen wie das Leben ist und habe mich zu weit vorgewagt. Aus der Euphorie heraus, dem Leben wertschätzend entgegen zu gehen. Ich habe Mauern abgerissen, die ich mir mühsam mit den Jahren aufgebaut habe. Ich habe Brücken gebaut in Richtungen, Gebieten – in die ich nicht mehr gehen wollte.

Und stehe ich schutzlos da… alleine. Geöffnet in alle Richtungen. Und bin ohne Heimat… denn ich habe vergessen, wie es in meinem Leben ist.

#76 Das Publikum.

Jeder verliert mal den Glauben in dieser Welt… an die Menschheit… oder an sich.

Und man fühlt sich in einem Narrenhaus gefangen, während die eigentlichen Insassen, diejenigen sind, die sich selbst für die Puppenspieler und das Publikum halten.

Und die Insassen sind schwer zu ertragen…. während man lange Zeit selbst glaubte dem Wahnsinn verfallen zu sein…. und unsicher wie ein schreckhafter Mensch durch das Leben wandelte, mit der Angst und mit den Schatten im Nacken.

Die Schatten, die in Tausenden über mich das Licht fernhielten und durch mein Leben geisterten. Aber kein lärmernder Gong wird eine Pause davon einläuten und sie werden nicht aussterben. Alles andere wäre eine Täuschung, die mich selbst enttäuscht. Ich habe schon lange keine Angst mehr vor der Wahrheit. Ich scheue keinen Moment mehr mich einem ablehnenden Blick zu stellen. Und ich trage keine Furcht mehr vor der Dunkelheit, vor der umtreibenden demoralisierenden Masse… Denn mein Körper sagt mir, was Worte mir nicht sagen können.

Und ich nutze die Scham, dass ich nicht mit mir selbst leben kann, als Motivation. Ich kann die Schatten nutzen, denn mit Ihnen bin ich nie allein. Ich habe eine Schattenarmee hinter mir, die mich in die richtige Richtung treibt.

Und Wegbegleiter… andere Seelen… die immer wieder einen Scheinwerfer auf mich richten und mich gut genug für diese Welt fühlen lassen… und mir das Vertrauen in mich zurückgeben, dass ich verloren glaubte. Und mich immer wieder auf meine Stärke hinweisen.

Vielleicht ist das der wahre Sieg am Ende… mit sich selbst im Einklang zu sein… indem man sich mit größter Hingabe … seinen scharfen Kanten bewusst wird und sie für das Gute einsetzt.

Und eines Tages werden die Insassen mein Publikum sein.

#75 Parolen.

Ich hätte gerne Parolen, die man an die Wand sprüht….

Ich möchte eines Tages zitiert werden, mit dem Wissen dass der Klang meiner Worte einen Sinn haben….

Dein Blick ist der Spiegel, der meine Gedanken, meine Emotionen reflektiert…

Dein Blick lässt mich erkennen, wie stark ich bin… Denn die Starken sind nun mal nicht die Gewinner.

Die Starken sind die, die nicht aufgeben obwohl sie verloren haben. Diejenigen, die sich bei Ungerechtigkeiten zu Wehr setzen und sich erheben…. unabhängig davon wie oft sie von der Ungerechtigkeit der abgestumpften Welt nieder gestreckt werden…

Auch wenn die brennenden kampfeslustigen Augen schwächer lodern… ist der Funke, den du in meinen Augen siehst das Versprechen sich gegen jede Ungerechtigkeit mit lautstarken Parolen auf die Straße zu gehen… Auf meiner Straße.

Denn die Erinnerung an meinen Narben, an den Ungerechtigkeiten meines Lebens geben mir das Verlangen und den Mut laut zu sein während Viele es still hinnehmen… Und geben mir die Stimme, die ich für mich selbst nicht hatte.

Denn ich möchte nicht Mitschuld tragen, dass andere Seelen -keine Einzige- gebrochen werden und nur noch getragen von Träumen und Hoffnung tieftraurig durchs Leben wandeln.

Mut ist edler als das Gewinnen.

Der Weg in dieser Weite der Emotionen wird härter und ich muss mich allen voran meinem eigenen Kampf stellen… und laut werden in meinem Bereich… in meinen Vierteln. Die Schritte werden kürzer, weil dir der Widerstand der Abgestumpfheit eines Systems, entgegenprallt, dass mit vielen Händen blind und still getragen wird.

Ich sprühe fleißig meine Parolen… Parolen des Widerstandes… Parolen gegen die Emotionslosigkeit und Abgestumpftheit… und sie werden blasser… an Farbe.

Für Manche ist es ein Witz ohne Pointe…. aber es sind Parolen des Lebens. Meines Lebens.

Und ich werde sie weiter sprühen, solange es Platz für sie gibt.

All das in der Hoffnung, dass sie größer in der Reichweite werden.

Und das schlechte Gewissen einen zwingt, das Richtige zu tun.

Richtige Entscheidungen zur richtigen Zeit.

#74 Das Auferstehen der Verzweiflung.

Diese Verzweiflung lässt mich mal wieder an Grenzen wandern, und ich drohe abzustürzen. Nur dieses Mal ist es anders… ich habe keine Angst zu stürzen… Nein, ich stelle mich bewusst an den Rand…. nur noch mit den Fersen am Boden und breite meine ganze Spannweite aus… ich beuge mich nach vorn und schaue in die Tiefe… ein bodenloser Krater… von Wolken bedeckt…

ich atme tief ein… Und ich fühle das, was mir lange verborgen war… den Atemzug der Freiheit..

Und ich fühle den Wunsch nach erlösenden Schmerz, wenn ich zurückblicke… ein Schmerz der existenziell ist und mich von der in mir ausbreitende Leere ablenkt..
Der Schmerz lässt keinen Raum für unendliche Weiten der Verzweiflung… sondern es wird was Reales, was Greifbares… ein Netz das mich auffängt… das die schwammige Fläche im Bewusstsein übertüncht.

Und die Front des Windes bringt mich ins Wanken…und begrenzt meinen Halt an einen seidenen Faden… und überlässt es dem Schicksal… eine freiwillige Abhängigkeit der eigentlichen Bestimmung.

Eine Bestimmung, die ein tragendes Fundament wird.

#73 Nahtod der Seele des Löwenkindes.

Ich bin schweißnass wach geworden… mit zwei unerträglichen Alpträumen…

und mit der schrecklichsten Erkenntnis, die ich kaum ertrage, um nicht daran zu verschlucken.

Ich habe gegen jede Selbsttäuschung begriffen… Ich werde nie ein Teil der Schönheit dieser Zeit sein. Ich werde nie ein Mensch sein, der die Zeit und die Welt ein Stück besser macht… Ich habe nicht die Fähigkeiten die Welt ein Stück besser zu machen… denn die Welt und die Zeit ist gnadenlos. Und ich bin Ertrinkender der Zeit…

Ich bin ein Löwenkind, dass versucht in dieser Zeit zu überleben hinter dem gläsernen Käfig des Unvermögens seiner selbst. Vielleicht gibt es einen Grund… für den gläsernen Käfig mit den matten und glänzenden Stäbe…

vielleicht bin ich letztlich nur der Unterhaltungsfaktor dieser Zeit, den man im Zoo des Lebens besucht…und das ist meine Aufgabe, die mir auferlegt wurde… ein Amusement… für die, die auf der anderen Seite stehen… für unzählige Besucher… und jederzeit den Zoo wieder verlassen können während ich zurück bleibe… im beengten Raum.

Und ich trage ein glänzendes prächtiges Fell… das all die Narben, die ich trage, überdeckt…um körperliche Unversehrtheit vorzugaukeln…eine beeindruckende Mähne mit goldgelben Strähnen, die die Kette um den Hals verdeckt… ein markerschütterndes Gebrüll… des Königs der Tiere, der bezwungen wurde.

Man fühlt das Ertrinken…

Und auch ich habe vom Ertrinken geträumt… vom wiederkehrenden Ertrinken… denn ich habe ein endloses Leben darin… einen endlosen Kampf. Denn ich bin gekettet an einer Badewanne… auf dem Grund des Meeres… und über mir ziehen schillernde, fluoreszierende Fische an mir vorbei… blasser ausbreitender Müll, vor denen sie fliehen… und Boote. Kleine wunderschön altertümliche Boote und große Frachter… während ich verzweifelt nach Luft ringe…. Meine Lunge füllt sich langsam aber unaufhörlich mit Wasser… ich sträube mich dagegen.. reiße mit aller Wucht, die mir noch bleibt an der Kette, die mich an die Wanne bindet… und ich werde leblos… ich bin gestorben und mein lebloser Körper unentdeckt treibt dahin….

Und dann reißen sich die Augen panisch auf… und ich werde in der gleichen Situation wach… und ich sterbe den gleichen Tod, immer und immer wieder… Ein unendliches Leben festgekettet an dieser Wanne… und keiner sieht den unendlichen Kampf auf dem Grund.

#72 Des Ohrs letzter Sinn.

Eines der wichtigsten Organe der Sinne.

Ohne das Ohr würden wir die Melodien des Lebens, der Emotionen nicht wahrnehmen können… Den Klang der Worte nicht erkennen…

Ohne sie wär’n wir verloren,denn wenn man nichts mehr hört, ist das Gleichgewicht dahin.

Und manche Wahrnehmungen haben nur noch Tradition und verlieren gleichzeitig an scharfumrissende Bedeutung.

Denn auch ohne Wahrnehmung ist die Seele blind. Ein blinder Fleck…

Denn die Seele ist gesondert vom Geiste… Auch die Seele braucht Impulse. Sie braucht Wahrnehmungen… Denn die Seele verschafft sich durch Wahrnehmungen ein ewiges Leben an Emotion und Semantik. Ansonsten wussten die Philosophen schon, dass sie nur leblose blinde Materie ist.

#71 Das Geißeln der Zeit.

Ich habe beschlossen, mich einzulassen…

in den Verzicht, dessen globalen Schwere ich ohnehin ertragen muss… Ein Verzicht an Grundbedürfnissen…

Um die Reinheit bestimmter Gefühle zu erkennen… mich darin zu verlieren… mich darin neu zu entdecken…

Meine Impulse zu entdecken, um Ihnen zu folgen… Neuen Ideen zu folgen und zu verwirklichen, um sich von deren Begeisterung tragen zu lassen…

Mich Gefühlen hinzugeben, die mich lebendig in einer unlebendigen Welt fühlen lassen…

Um mich verstehen zu können, statt sich von Anderen missverstanden zu fühlen… Mich zu sehen, statt in den Bedauern festzustecken nicht gesehen zu werden…

Bunte Hoffnungen wieder zu erkennen.

#70 Brechende Worte.

Blasse Wörter… Sie verlieren an Farbe… Sie nutzen sich ab. Und Worte können brechen mit der Unaufrichtigkeit der schwingenden Semantik.

Sie haben eine Form, dessen Kanten abgenutzt sind… mal abgerundet, mal abgebrochen…

und der unerbitterliche Glaube daran, dass sich die Semantik an den abgenutzten Kanten festhalten könnte… sich möglicher mit all der vorhandenen Kraft trotz blutigbeschmierten Händen daran wieder aufrichten kann…

Ein Auferstehen… im Lichtkegel… eine Vollkommenheit aus dem Abgrund aufgerichtet…

…Die Farben, eine Dispersion der Aufrichtigkeit, die die Farben zurückbringt…bis die ganze Vollkommenheit mit aller Kraft zurückerlangt wird… und wir die wahre Pracht erneut erkennen können.

#69 Des Freiheits sanfter Kuss.

Eine Liebeserklärung an die Lippen der Freiheit.

Denn du kannst mich ins Leben küssen… mir mit einem Moment den wohltuenden Geschmack der Freiheit kosten lassen…
Alles pocht unverharrt und meine Seele verschluckt sich an den Hauf an Emotionen… Du malst damit besondere Landschaften…Du zeigst mir unendliche Weiten von Türkis…

Der Augenblick wirkt entschleunigt… fast anhaltend… ein unbekannter wellenartiger Strom fährt durch die ganzen Glieder… durch jede einzelne Pore meines Körpers…
Durch die Entschleunigung haben unsere Seelen Zeit, sich zu berühren… und ich erstarre, werde handlungsunfähig … gelähmt von den Überschuss an Emotionen.
Ich sehe unseren Raum vor mir in meiner Seele…
Eine hauchzarte Berührung, ich fühle ein Zittern in den Knien…
unsere Seelen verfangen sich ineinander, Mein Herz verstärkt seinen Schlag.

Zeit verliert an Bedeutung…. Ich höre berauschende, einnehmende Musik… und ich
will mich in der Ewigkeit verlieren und fange das intensive Erlebnis ein.

Und Ich weine viele stille Tropfen der aufspritzenden Fontänen der Freiheit… Aber die Tränen sind nicht salzig sondern fruchtig. Als Geschenk der Liebe und als Schwere der Vergänglichkeit….

# 68 Des Täuschungs letzte Feder.

Wie erklärt man einem Menschen, dass mit ihm die Seele erblindet und man nicht mehr atmen kann, weil man dabei ist zu ertrinken.

Wie erklärt man einem Menschen, der Einen einst gerettet hat, dass er der Grund Ist fliehen zu wollen.

Wie erklärt man einem Menschen, dass er es ist, der dich mit Demütigungen und Narben übersät. Der dich zum Ersticken zwingt, zu immer fortwährenden Nahtoderfahrungen… um dir dann wieder einen Atemzug zu reichen.

Wie erklärt man einem Menschen, ohne dem man nicht mehr leben würde, dass er dabei ist das Leben, das er einst gerettet hat, auszusaugen.

Ich fliehe nicht mehr vor meinem Gefängnis, während ich Tag für Tag ein Gefängnis lebe. Ich habe es verpasst zu fliehen. Es ergibt weder Sinn jetzt schon aus dem Leben zu gehen – noch zu bleiben.

Ich schreie stumm um Hilfe – während gleichzeitig Schuld auf mir lastet.

Und ich möchte so gern glauben können, dass ich zu einem bestimmten Zweck in diesem Leben bin hinter einem doppelten Gefängnis sowohl innerlich als auch äußerlich. Wandeln zwischen pechschwarz matten und silbern glänzernden Stäben, die mir meine Vorstellung von Freiheit vor Augen führt und dennoch unaufhörlich mich davon trennt.

Und ich möchte so gerne fühlen, dass ich ein Teil der Schönheit dieser Zeit bin. Und ich möchte glauben können, dass mir eine Aufgabe auferlegt ist womit ich die Welt ein Stück weit bereichern muss.

Zu lange gibt es keine klaren Grenzen mehr zwischen Träume, Lügen und Realität. Und jenseits von alledem sehe ich mein vernarbtes Gesicht hinter diesen Stäben.

Und niemand weiß letztlich um die Not, die sich in mir ausbreitet. Das Licht, das langsam nur noch dämmert und flackert. Und ich wandle an gefährlichen Grenzen, mit blutigen Füßen. Eine stille Not, die nur hörbar ist, wenn die Welt schweigt. Und dann berührt diese Stille unsere Seele.

Und die besten Klänge, können nicht mehr wahrgenommen werden, weil bereits zu viel Zeit vergangen ist. Denn die reine Wahrnehmung besteht nicht darin Dinge zu hören oder zu sehen, sondern zu erkennen.

Verlorene Melodien – wenn die letzte Feder der Täuschung fällt.

# 67 Herzens Begehr.

Das Herz sehnt sich. Nach dem Frieden der Seele.

Eine Ruhe, die das innere Chaos bezwingt.

Es geschieht in Abwesenheit von Logik.

Begehrlichkeiten passieren plötzlich und unerwartet.

Und es verändert…verschiebt das Universum.

Etwas, das wir einst gewesen sind und nun nicht mehr sein wollen.

Denn Etwas mit Widerstreben zu tun ist letztlich nur ein Ertragen.

Und dem Sehnen nicht nachzugeben, weil es keiner Logik folgt… keinem System…

Gefühle und Emotionen ausschließlich als romantische Allüren zu sehen – ist letztlich zu einfach.

Sie gänzlich auszuschließen funktioniert nicht…

Des Herzens Begehrlichkeiten… sind nicht nur Begehrlichkeiten. Das Herz sollte keine Kompromisse eingehen. Es will bloß lieben und Liebe erfahren.

Denn plötzlich besteht das Leben nur noch aus einem unerbitterlichen Wunsch. Zu Beginn ein kleines knisterndes Flämmchen in der Dunkelheit. Und es nährte sich zu einem Fegefeuer der Liebe in einem wilden Paradies des wahren Ichs.

Und plötzlich war alles so leicht…real und unwirklich zugleich… das brennende Leuchten eines versteckten Universums der Seele… ein stiller türkiser Ozean, der uns die Weiten der Freiheit öffnet.

Es verschwinden die Fragen und auch die Antworten des inneren Kampfes… es wurde abgelöst von einem stillen Seufzen.

Es zählt einfach nur der Augenblick… denn dies ist das wahre Leben.

Eine Sammlung aus kleinen Polaroids… die einem die Chance gibt seine besonderen sinnlichen Augenblicke festzuhalten. Es sind genau diese Polaroids – wahr gewordene Träumereien – die uns antreiben.

Denn so wie die Narben aus vergangenen Erfahrungen, erinnern sie uns daran, wo wir waren nicht wohin wir gehen. Denn ich befinde mich in der Mitte, zwischen jemand der ich einst war und dem, das ich nie sein kann.

Und die bitterste Erkenntnis ist am Ende die, dass wir die wichtigsten Lehren des Lebens durch den unerträglichen Schmerz der erstickenden Realität und der reinen Liebe eines träumenden Wesens erlangen. Denn diese Lehren zeigen uns, wie wenig wir gebraucht hätten, um unendliche Weiten des Universums schon früher zu entdecken, wofür wir jetzt unendlich dankbar sind.

Denn die Intimität unserer nackter Seelen, schenkt uns die Farben, das Vertrauen, das Lachen und letztlich die Wahrheit – Dinge, die man längst verloren glaubte.

Denn manchmal brauchen wir die Erinnerung daran, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Und so pflastere ich mir einen neuen Weg aus farbenfrohen Polaroids – all meine Erinnerungen an dich – für mein zukünftiges Ich

#65 Ein Stück des Himmels.

…15 Tage nach der bittersten wahren Erkenntnis… am 15. Jänner…

Spüre ich die Flügel der Zeit… die Melodien des Windes… die Flügelschläge der Freiheit.

Nur nicht meine.

Ich betrachte die Vögel mit sehnsuchtsvollem Blick, die in unsagbaren Höhen ihre Heimat finden versuchen… und die Umgebung bewachen. Einen friedlichen Ort für sich zu schaffen, um sich der Sanftmut zu fröhnen.

Und ich habe mir geschworen, Dir ein Stück des Himmels zu bringen.

Der Gesang der Vögel haben ihn mir gebracht. Mit all Ihrer Stimmkraft. Die Melodie der Freiheit.

Und obwohl ich sooft das Vertrauen indem verliere, was ich fühle.

Werde ich dieses Gefühl in der Reinheit des Herzens aufbewahren. Denn in diesem friedlichen Moment habe ich begriffen, der Himmel hat mich nicht vergessen.

Und ich werde dir ein Stück überreichen.